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Projekt „MINT-Zentrum Hirschaid“: Aktueller Stand und Perspektiven

Von einem alten Getreidespeicher zu einem Leuchtturm für digitale Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie nachhaltiges und ökologisches Bauen

Aus einem ehemaligen BayWa-Getreidespeicher in der Ortsmitte von Hirschaid soll eine Bildungs- und Vernetzungsplattform für verschiedene Zielgruppen entstehen: Im Fokus stehen Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Lehrkräfte im Bereich MINT und Digitalisierung sowie für die Themen Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit. Neben dem bereits etablierten und benachbarten Energiepark Hirschaid als zertifiziertem EU Green Building und nachhaltigstem Veranstaltungszentrum in Deutschland entstehen somit mittelfristig vielfältige Möglichkeiten für unterschiedliche Bildungsangebote und Veranstaltungsformate.

Teilnutzung als TUMO-Lernzentrum durch Kooperation mit der KfW Bank

Seit Mitte 2020 begleitet und unterstützt die KfW die Bewertung der element-e group AG für ein TUMO-Lernzentrum in Hirschaid durch einen Letter of Support. Bei TUMO handelt es sich um ein innovatives pädagogisches Lernkonzept aus Armenien: Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren lernen in einem hochmodern ausgestatteten Zentrum nach der Schule freiwillig und kostenlos digitale und kreative Technologien wie 3D-Modellierung, Robotik, Programmierung, aber auch Film, Musik und Fotografie. TUMO wird bereits international erfolgreich, unter anderem in Paris, Beirut und Moskau, umgesetzt und hat bislang 19.000 Jugendliche erreicht. Die KfW hat mit TUMO eine Franchisevertrag für Deutschland geschlossen, im November 2020 wurde das erste Zentrum in Berlin eröffnet und nun sollen weitere Standorte folgen. Um digitale Bildung auch in den ländlichen Raum zu bringen, wird die Idee des „MINT-Zentrums Hirschaid“ auch deshalb unterstützt, weil in Kooperation mit der Universität Bamberg unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Schmid eine Begleitstudie zum Thema „MINT-Bildung im ländlichen Raum“ angedacht ist.

Eine weitere Möglichkeit bietet das Konzept „TUMO in the box“, um erste Bildungsmodule auch dezentral für Schulen anbieten zu können; dies könnte ein erster Schritt zur Etablierung und Finanzierung eines TUMO-Zentrums sein.

Weitere aktuelle Entwicklungen und Ambitionen in Hirschaid

IFIB: Anfang des Jahres 2021 ist mit dem Institut für innovative Bildung (IfiB e.V.) eine in der Region etablierte MINT-Initiative nach Hirschaid gezogen. Durch bereits bestehende Kooperationen, die in der Zukunft noch erweitert werden, kann nun MINT-Bildung noch besser in Hirschaid verortet werden. Darüber hinaus sind erste Räumlichkeiten für Workshop-Räume / Maker-Space-Konzepte angedacht.

Bewerbung MINT-Cluster: Im April 2021 war das MINT-Zentrum Hirschaid Teil der Bewerbung der Digitalen Bildungsregion Bamberg für die Errichtung eines „MINT-Clusters“.  Der Landkreis Bamberg, die Universität Bamberg und der Verein Innovative Sozialarbeit iSo e.V. stellten gemeinsam den Antrag beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Stärkung der MINT-Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen in der Region Bamberg und hoben besonders die zentrale Rolle des geplanten MINT-Zentrums Hirschaid hervor.

Initiativen der element-e group AG: Die element-e group AG ist mit weiteren Konzepten und konkreten Maßnahmen im Bereich MINT-Bildung aktiv. Beispielsweise wird mit dem Bildungsbüro des Landkreises Bamberg (digitale Bildungsregion) gerade ein Netzwerktreffen etabliert mit dem Ziel einer vernetzten Bildungslandschaft: Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Bildungswesen werden verbunden und Gremienstrukturen geschaffen, die für eine verstärkte MINT-Bildung und digitale Bildung in der Region arbeiten. Gemeinsam soll Begeisterung für außerschulische MINT-Bildung geschaffen und die digitale Bildungsregion erlebbar gemacht werden.

Baubeginn für die „MINT-Arena“ als erstes „Zero Carbon Building“ Deutschlands

Mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums über eine Förderung in Höhe von einer Million Euro startet noch in diesem Jahr der Neubau der „MINT-Arena“ als erster Gebäudeteil des Gesamtkomplexes „MINT-Zentrum Hirschaid“. Der ovale Korpus – in der Baubranche auch als Ellipse bezeichnet – wurde in Bezug auf die architektonische Erscheinung sowie auch im Hinblick auf seine Funktionalität und Energieversorgung so aufwendig konzipiert, dass man von einem sogenannten „Zero Carbon Building“ sprechen kann. Die runde Form des Gebäudes bietet die Möglichkeit, überdimensionale 360-Grad-Abbildungen an Wand und Boden zu projizieren. Darüber hinaus eignet sich die Arena hervorragend für Events, Tagungen, Ausstellungen, Messen und kleinere Kongresse mit bis zu 200 Personen. Die Eventfläche soll zunächst frei buchbar sein für jegliche Art von Veranstaltung – zum Beispiel auch in Verbindung mit dem 200 m entfernten Energiepark Hirschaid (erstes und einziges EU-Green-Building in der Veranstaltungsbranche) und im Zuge der Fertigstellung des zweiten Gebäudekomplexes (ehemaliger BayWa-Speicher) nebenan zunehmend für Aktivitäten und Angebote des MINT-Zentrums genutzt werden.

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